ABLAUF EINER HAARTRANSPLANTATION NACH DER F.U.E-METHODE

DIE KOPFHAUT IM VISIER

Die Haare müssen für die Operation runter: Der Kopf wird rasiert, und darauf zeichnet der behandelnde Arzt die Bepflanzungszonen ein. Damit der Arzt die Spenderfläche ernten kann, wird das Anästhetikum zur lokalen Betäubung in den Hinterkopf verabreicht. Das ist das unangenehmste an der ganzen Behandlung – aber zum Glück dauert das ganze nur wenige Sekunden und die Betäubung setzt schnell ein. Während man sich im Behandlungssessel bei Musik oder TV entspannt wird die Einzelentnahme der Grafts nach der F.U.E.-Methode vorgenommen . Dank der feinen Hohlnadel sind die gestanzten Löcher nur 0,5 bis 0,9 Millimeter groß. Vor 20 Jahren wurden Patienten noch 2,5 bis 4 Millimeter große Krater in den Kopf gerammt. Im Anschluss der Entnahme des Arztes (Wichtig: Bei vielen Kliniken wird der Großteil der Entnahme nicht direkt vom Arzt durchgeführt – was zu einem günstigen Preis führt, aber auch zu einer Qualitätsminderung führen kann) im Anschluss greifen 3 Helferinnen zu Pinzetten und sortieren die entnommenen Grafts.

Ablauf einer FUE Haartransplantation

DIE RÜCKKEHR DES VOLLEN HAUPTHAARS?

Nach einer kurzen Pause und noch mehr Betäubungsspritzen (diesmal in die Stirn) beginnt der Arzt (!!!), je nach Bedarf weitere Löcher in meinen Kopf zu ritzen. Jetzt zahlt sich Erfahrung aus. Der Arzt muss im Geiste seine Löcher mitzählen und im Blick haben, wie viele Follikel mit welcher Qualität vorliegen. „Denn es ist wichtig, diese nach Größe und natürlichem Wuchs zu setzen. Eine Stunde später sitzt der Patient mit vielen Löchern im Kopf da, das große OP-Finale beginnt: Die Erntehelferinnen von vorhin machen sich daran, die vorsortierten Grafts einzupflanzen. Dann ist alles vorbei, und der Arzt entlässt den Patienten mit Abschiedsschmerz: Er versiegelt die umgegrabene Kopfhaut mit Sprühpflaster – das brennt wie Hölle! Erstaunlich: Kurz darauf fühlt man, als wäre nichts gewesen. Das bleibt so – bis auf ein leichtes Ziehen am Abend gibt es keine Folgeschmerzen. Dafür ein paar Kleinigkeiten, auf die man sich nach einer solchen Operation einstellen sollte: Mit Blutkrusten und Verband am Kopf wird man für 1 bis 2 Tage von Mitmenschen, sagen wir mal, ein wenig skeptisch beäugt. Ab dem 2. Tag beginnt das große Kribbeln. Der Kopf juckt, und das vorzugsweise nachts. Kratzen ist jedoch nicht erlaubt, denn 4 bis 5 Wochen lang gilt: keine mechanische Belastung des Kopfes – sonst können sich Grafts lösen. Der Super-GAU! Das heißt übrigens auch: Haarewaschen nicht unter hartem Wasserstrahl und nicht den Kopf stoßen. Ab dem 3. Tag geht die Schwellung am Kopf zurück, das Gewebewasser wandert über die Augenund Wangenpartie langsam nach unten – das verleiht Ihnen von Stunde zu Stunde einen neuen putzigen bis erschreckenden Anblick. Aber keine Sorge, nach ein paar Tagen ist der Spuk wieder vorbei.

DAS TRANSPLANTATIONS-ERGEBNIS:

Wieder Haare? Etwas 10 Monate später: Ja, die Haare sprießen. Von vorne, von oben, von der Seite deutlich zu sehen. Und: „12 Monate nach der Operation kann man mit 95 Prozent des sichtbaren Ergebnisses rechnen, der Rest kommt dann nach und nach.

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