Haarausfall

Ätiologisch kann der Haarausfall an einer genetischen Veranlagung oder Umweltfaktoren zurückgeführt werden. Es handelt sich um ein kosmetisches Problem, welches sowohl Männer als auch Frauen betrifft, mit großen psychologischen Auswirkungen der betroffenen Person. Das starke gesunde Haar stellt ein der wichtigsten Elemente der männlichen und weiblichen Schönheit dar. Aus diesem Grund suchen immer mehr Menschen mit Haarausfall die Hilfe von Experten auf.

Der Haarzyklus besteht aus der: Anagen (Haarwuchs), Katagen (das Haar hört auf zu wachsen und löst sich von der Wurzel aus),
Telogenphase (die Haare fallen aus).

Der Haarausfall tritt auf, wenn die Dauer der Anagenphase reduziert wird und Haare schnell in die Telogenphase übergehen (telogener Haarausfall oder telogenes Effluvium). Der klinische Ausdruck des o.g. Prozesses ist ein diffuser Haarausfall mit gesamter Verdünnung der Kopfbehaarung. Das heißt, dass der Haarausfall die gesamte Kopfhaut und nicht bestimmte Areale betrifft. Ein telogenes Effluvium kann nach der Geburt wegen der hormonellen Umstellung, bei chronischen Infektionen und Verabreichung von bestimmten Medikamenten auftreten.

Ursachen

Die familiäre Veranlagung stellt die häufigste Ursache des männlichen Haarausfalls dar. Die Kombination der genetischen Prädisposition, der Wirkung der Derivate des vorwiegend männlichen Hormons Testosteron und das Alter sind die Auslöser der sogenannten androgenetischen Alopezie. Die verantwortlichen Gene werden von beiden Eltern übertragen.

Bei den Frauen spielt die genetische Veranlagung wie bei den Männern eine wichtige Rolle für das Auftreten der androgenetischen Alopezie. Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind jedoch durch die Wirkung der Östrogene noch keine klinische Zeichen sichtbar. In den Wechseljahren ist durch die Reduktion der Östrogene die Haarverdünnung ausgeprägter. Nur bei einem kleinen Frauenanteil, etwa 10 bis 15% der Fälle, kommt es zum klinisch sichtbaren Haarausfall vor.

Die männliche androgenetische Alopezie beginnt in erster Linie im Bereich der Stirn-Haar-Grenze (Geheimratsecken) und am oberen Hinterkopf/Scheitelhöhe (Tonsur) ohne Ausbreitung nach okzipital (unterer Hinterkopf). Der Haarwuchs bleibt lebenslang konstant, ohne signifikanten Haarverlust kranzförmig okzipital und im Bereich der unteren Schläfenanteile des Kopfes (parietal), da diese Bereiche von den männlichen Hormonen nicht beeinflusst werden. Aus diesem Grund stellen diese Bereiche die so genannte konstante Haarwachstumszone dar, welche als Donor-Region bei der Durchführung von Haartransplantationen dient.

Bei der weiblichen androgenetischen Alopezie kommt es in der Regel zu einem diffusen Haarausfall vor und nur selten ist ein kompletter lokalisierter Haarverlust zu sehen. Der Haarausfall ist bei den Frauen mit androgenetischer Alopezie nach der Menopause besonders ausgeprägt. Haarausfall mit komplettem Haarverlust an bestimmten Lokalisationen kommt bei der Alopecia areata und verschiedenen Formen der vernarbenden Alopezie, wie zum Beispiel nach Trauma oder Verbrennung vor. Vernarbende haarlose Areale kommen auch beim Lichen planopilaris und den Lupus erythematodes vor.

Typisch ist bei diesen pathologischen Formen der Alopezie, dass die gesamte Kopfhaut, auch die konstante Haarwachstumszone, unvorhersehbar betroffen sein kann.

Die Herde können lokalisiert, klein und größenkonstant sein und selten kann es zu einer universalen Form, wie zum Beispiel bei der Alopezie areata, kommen. Dabei  ist der Haarausfall, nicht nur auf der Kopfhaut begrenzt sondern im Bereich der Augenbrauen und am ganzen Körper zu sehen. Die pathologischen Formen des Haarausfalls sind viel seltener als die androgenetische Alopezie und treten nur bei 10% der Patienten mit Alopezie auf.

Der Haarausfall kann auch infolge von Krankheiten der Kopfhaut, wie  Pilzinfektionen, Follikulitiden und anderen Entzündungen vorkommen. Die Haarverdünnung kann im Rahmen einer Schilddrüsenfunktionsstörung. (Hypothyreose, Hyperthyreose) sowie Hyperparathyreoidismus und andere chronische Erkrankungen auftreten.Eine Chemotherapie, Strahlentherapie und Medikamenteneinnahme können mit Haarverlust einhergehen. Bei diesen Situationen lässt der Haarausfall in der Regel nach Erkennung und Beseitigung des Auslösers nach. Zum ausgeprägten, jedoch in den meisten Fällen reversiblen Haarausfall kann es bei Frauen mit großen hormonellen Umstellungen wie zum Beispiel in der Schwangerschaft, Stillzeit, Zyklusstörungen, Syndrom der polyzystischen Ovarien, Wechseljahre, etc., vorkommen.

Heutzutage gehören der moderne stressige Lebensstil, Stresssituationen, Umweltfaktoren wie Staub- und Verschmutzung und die übermäßige UV-Exposition sowie der häufige Kontakt mit Meerwasser und Chlorwasser zu den häufigen Ursachen des Haarausfalls. Zudem kann eine Mangelernährung arm in Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen und Metalle wie Zink und Eisen das Haarausfallproblem verschärfen. Durch eine Ernährungsumstellung ist der  Haarausfall rückläufig.

Die sogenannte Traktionsalopezie (traction alopecia) ist der medizinische Begriff für den Haarverlust durch Frisuren, bei denen zu stark an den Haaren gezogen wird. Sie kann durch verschiedene Frisurtechniken und Behandlungen (zum Beispiel Zopf, Haarextensions) entstehen. Ein permanenter lokalisierter Haarverlust kann nach Trauma oder Verbrennung der Kopfhaut des Gesichtes oder des Körpers vorkommen.

Diagnose

Die Diagnose des Haarausfalls sollte immer von einem qualifizierten Dermatologen gestellt werden. Eine entscheidende Rolle spielt bei der Diagnose der androgenetischen Alopezie ob die ersten Symptome nach der Pubertät in der Anamnese eruiert werden, die allmähliche Haarausdünnung in bestimmten Bereichen und die Familienanamnese.

Zur Diagnosesicherung wird das Phototrichogramm angewendet. Dabei wird die Diagnose mit Hilfe einer speziellen Mikrokamera und Software bestätigt. In unserer Klinik wird das Follysis, ein spezielles diagnostisches Tool, verwendet, welches die Abbildung und die digitale Bildanalyse erlaubt. Es handelt sich um eines der besten diagnostischen Tools für die Diagnostik und Überwachung des therapeutischen Ansprechens der Alopezie und es ermöglicht eine genaue Bestimmung der Haardichte pro Fläche und des Haardurchmessers.

Bei besonders schwierigen differenzialdiagnostischen Fällen, wie beispielsweise bei der Alopecia areata oder vernarbenden Alopezie sind manchmal noch spezielle Blutuntersuchungen (hormonelle Kontrolle, Eisen, Vitamine, Mineralien, etc.) und die Durchführung einer Hautbiopsie (Stanzbiopsie) erforderlich.

Behandlung

Das medizinische Personal in unseren Partnerkliniken ist in der Diagnose und Behandlung des Haarausfalls hochqualifiziert. Der Medizinischer Leiter unserer Partnerkliniken ist ein hochspezialisierter Haarchirurg und gilt als Pionier im Bereich der Haartransplantation, da er die FUE-Technik weiterentwickelte und viele Ärzte in Griechenland und im Ausland ausbildete.

Die Behandlung von Haarausfall kann konservativ, chirurgisch oder eine Kombination einer konservativen und chirurgischen Behandlung sein. Das therapeutische Vorgehen wird vom medizinischen Team der Klinik individuell für jeden Fall bestimmt. Wenn der Haarausfall an reversible exogene Faktoren zurückzuführen ist, z.B. Anämie, Hormonstörungen, usw., kommt in der Regel der Haarverlust nach Aufhebung dieser Faktoren zum Stillstand. Die Betroffenen können von Arzneimitteln, wie das Minoxidil, oder dem Einsatz neuer Therapien, wie die Anwendung von autologen Wachstumsfaktoren, auch als autologe Mesotherapie mit PRP (Platelet Rich Plasma) bekannt, profitieren.

In einem frühen Stadium des Haarausfalls ohne sichtbare Haarlichtung oder bei diffusem Haarausfall sind in der Regel konservative Behandlungsmaßnahmen indiziert. Bei einer fortgeschrittenen Alopezie mit sichtbarer Haarlichtung, Glatze, wird eine Haartransplantation mit der Advanced FUE Technik für permanente Ergebnisse empfohlen. Voraussetzung ist die ausreichend behaarte Donor-Region. Je nach Fall kann über die Kombination der chirurgischen Behandlung mit den konservativen Maßnahmen für die Aufrechthaltung der bestehenden Haare entschieden werden.

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Mit dem kahler werdenden Haar fühlte ich mich zunehmend unwohler, ich war einfach nicht mehr so unbeschwert wie früher und wurde bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten auf Smart Medical aufmerksam. Also vereinbarte ich einen Beratungstermin. Mein Eindruck, den ich dabei von Smart Medical bekam, war derart positiv, dass ich mich sehr rasch entschloss eine Haarverpflanzung machen zu lassen. Ein Jahr nach der Behandlung, kann ich mit recht sagen – es war die richtige Entscheidung.

Kundenerfahrung Smart Medical
Thomas Sattlegger
Wien

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